School Goes Internet
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4  Zweckmäßiger Umgang
Unbekannte oder ein Unbekannter über das Internet auf dem Rechner
einer Schule Schaden anrichtet, ist sehr klein.
Dies ist nämlich nur dann möglich, wenn die Verbindung mit dem
Internet-Zugangsanbieter aufgebaut ist, wenn der Eindringling die IP-
Adresse der Schule kennt und wenn auf dem Rechner der Schule
Programme laufen, die Außenstehenden Zugang gewähren. Solche
Programme sind auf Macintosh- oder IBM-kompatiblen Rechnern
normalerweise nicht vorhanden.
Gewisse Risiken ergeben sich, wenn Web-Seiten mit Java- oder
JavaScript-Applets angereichert werden. Diese Applets sind ja Pro-
gramme, die auf den eigenen Rechner geladen und dort ausgeführt
werden. Der Browser beschränkt jedoch deren Möglichkeiten, so daß
solche Applets kaum größeren Schaden anrichten können. Andererseits
sind Applets oft so lausig programmiert, daß sie den Rechner zum Absturz
bringen können.
Solange der eigene PC nicht mit dem Internet-Zugangsanbieter ver-
bunden ist oder keine gefährdeten Programme laufen, kann sich von außen
niemand Zugang verschaffen. Im allgemeinen besitzt außerdem der
Internet-Zugangsanbieter Sperren, damit nicht mißbräuchlich von außen
auf das Netz des Anbieters und die Rechner seiner Kunden zugegriffen
werden kann.
Sobald jedoch eine dauernde Verbindung zwischen dem Rechner der
Schule und dem Anbieter besteht und beispielsweise Dokumente der
Schule über W3 publiziert werden, steigt das Risiko an.
In diesem Fall ist es ja vorgesehen, daß jemand von außen auf den
Rechner der Schule zugreifen und die Dokumente anfordern kann. Somit
muß unterschieden werden zwischen erlaubten und nicht erlaubten Zu-
griffen. Solange diese Gefahr erkannt ist und entsprechende Maßnahmen
getroffen werden, ist sie aber als gering einzuschätzen.
Der Fall einer dauernden Verbindung der Schule zum Internet mit
Betrieb von eigenen Servern ist jedoch wohl die Ausnahme. Dabei muß in
jedem Fall eine Spezialistin oder ein Spezialist hinzugezogen werden.
4.5.2  Sichere Übertragung von Daten über unsichere Netze
Das Internet ist ein öffentliches Netz, das einerseits beliebig viele Teil-
nehmer und Teilnehmerinnen hat und auch von unzähligen Organisatio-
nen zusammen betrieben wird. Da in der Regel Daten unverschlüsselt über
das Netz transportiert werden, ist es theoretisch möglich, einzelne
übermittelte Datenpakete abzufangen und zu lesen.
Die große Datenmenge und der zufällige Weg, den ein Datenpaket
nimmt, schließen jedoch gezielte Manipulationen praktisch aus. Trotzdem
sind sie theoretisch möglich.