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4  Zweckmäßiger Umgang
sie interessant oder leicht verfügbar ist. Folgende Grundregeln und Fragen
sind zu berücksichtigen:
Glaube nicht alles, was Du liest! Mit dem Computer läßt sich
genausogut erfinden wie mit Papier und  Bleistift.
Wer ist die Autorin, der Verantwortliche oder die Herstellerin der
Information? Sind diese kompetent, über das Thema zu sprechen?
Wurde diese Information durch jemanden bewertet, bevor sie ver-
fügbar wurde?
Wer liefert den Zugang zur Information? Hat der Lieferant ein
spezielles Interesse an einer spezifischen Haltung?
Wer finanziert den angebotenen Dienst?
Wie alt ist die Information?
Dazu im folgenden zwei Beispiele:
Ein erstes anschauliches Beispiel bietet der Holocaust. Auch Re-
visionisten, die den Holocaust leugnen, können ihre Überzeugung,
daß es sich dabei um eine Erfindung Hollywoods oder ein
gigantisches Lügengebilde handelt, problemlos auf dem Internet
kundtun. Wenn eine Schülerin oder ein Schüler nach Dokumenten
zum Thema Holocaust sucht, wird sie oder er unweigerlich auch
auf einen Server der Revisionisten stoßen. Darauf müssen die
Schülerinnen und Schüler vorbereitet werden! Bei jeder In-
formation muß abgeklärt werden, wer die Verantwortung dafür
trägt. Es ist anzunehmen, daß die Information, die durch das
United States Holocaust Memorial Museum bereitgestellt wird,
zuverlässiger ist als diejenige des privaten Institute for Historical
Review.
Ein zweites, weniger offensichtliches Beispiel ist das folgende. Die
kommerziell betriebenen W3-Suchbäume und -Indexe sind auf
Werbeeinnahmen angewiesen und haben neben gewöhnlichen
Inseraten auf ihren Seiten eine neue Einnahmequelle entdeckt: den
›Verkauf von Wörtern‹. So wird immer, wenn jemand nach den
Wörtern refinance oder mortgage sucht, oberhalb der
Resultatliste ein Werbebanner eingeblendet mit einem Verweis auf
Today's Low Rates.